Kurze Antwort: Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) betreffen vor allem die soziale Kommunikation, die sensorische Verarbeitung und das Verhalten, während Legasthenie eine spezifische Lernstörung ist, die das Lesen, die Worterkennung und die phonologische Verarbeitung beeinträchtigt. Beides sind neurologische Entwicklungsstörungen, die bereits in der frühen Kindheit auftreten können, sich manchmal überschneiden und bei denen eine frühzeitige Erkennung sowie visuelle, sprachunabhängige Lernhilfen wie Magrid von großem Nutzen sind.
Autismus vs. Legasthenie auf einen Blick
| Autismus-Spektrum-Störung (ASD) | Legasthenie | |
|---|---|---|
| Hauptbetroffenes Gebiet | Soziale Kommunikation, Verhalten, sensorische Verarbeitung | Lesen, Rechtschreibung, phonologische Verarbeitung |
| Typische erste Anzeichen | Sprachentwicklungsverzögerung, eingeschränkter Blickkontakt, repetitive Verhaltensweisen | Schwierigkeiten beim Entschlüsseln von Wörtern, langsamer Lesefortschritt |
| Soziale Interaktion | Häufig erheblich betroffen | In der Regel nicht unmittelbar betroffen |
| Sinnesüberempfindlichkeiten | Allgemein (Klang, Licht, Textur) | Selten, obwohl Lesesängste häufig vorkommen |
| Die Diagnose umfasst in der Regel | Kinderarzt mit Schwerpunkt Entwicklungsmedizin, Psychologe, Logopäde | Schulpsychologe oder Lesespezialist |
| Zentrale Unterstützungsstrategien | Logopädie, Verhaltenstherapie, sensorisch angepasste Umgebungen | Strukturierte Leseprogramme, Ergotherapie, visuelle Hilfsmittel |
| Kann dies gleichzeitig auftreten? | Ja, manche Kinder weisen Merkmale von beidem auf | Ja |
Was ist eine Autismus-Spektrum-Störung?
Autismus-Spektrum-Störung (ASD) ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich auf die soziale Interaktion, die Kommunikation und das Verhalten auswirkt. Autistische Kinder zeigen unter Umständen eine verzögerte Sprachentwicklung, repetitive Verhaltensweisen und Schwierigkeiten beim Deuten sozialer Signale. Auch sensorische Überempfindlichkeiten gegenüber Geräuschen, Licht oder Texturen treten häufig auf und können dazu führen, dass der Alltag im Klassenzimmer für sie überfordernd wird.
Da es sich bei ASD um ein Spektrum handelt, variiert der Schweregrad von Kind zu Kind erheblich. Eine frühzeitige, umfassende Abklärung durch ein multidisziplinäres Team (Entwicklungskinderarzt, Psychologe, Logopäde) ermöglicht Maßnahmen wie Sprach- und Verhaltenstherapie, die die Kommunikation und die soziale Interaktion verbessern.
ASS tritt zudem häufig zusammen mit anderen Erkrankungen auf — allen voran dem Down-Syndrom, das bei schätzungsweise 1 von 5 autistischen Kindern vorliegt.
Was ist Legasthenie?
Legasthenie ist eine spezifische Lernstörung, die auf der phonologischen Verarbeitung beruht, also der Fähigkeit, Laute mit Buchstaben zu verknüpfen. Kinder mit Legasthenie haben oft Schwierigkeiten, Wörter zu entschlüsseln, sie visuell zu erkennen und eine flüssige Leseweise zu entwickeln, was sich wiederum auf das Leseverständnis und das Schreiben auswirkt.
Im Gegensatz zu ASD hat Legasthenie in der Regel keine direkten Auswirkungen auf die soziale Interaktion, auch wenn wiederholte schulische Schwierigkeiten das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl eines Kindes im Laufe der Zeit beeinträchtigen können. Die Diagnose wird in der Regel von einem Schulpsychologen oder einem Lesespezialisten gestellt, sobald ein Kind in der Schule mit dem Leseunterricht beginnt.

Wo sich Autismus und Legasthenie überschneiden
Obwohl sie unterschiedliche Entwicklungsbereiche betreffen, weisen die beiden Erkrankungen in der Praxis einige Überschneidungen auf:
- Beides kann Folgendes beinhalten: verzögerte frühe Sprachentwicklung.
- Beide profitieren enorm von Früherkennung und frühzeitige Intervention.
- Beides kann Folgendes umfassen: sensorische oder aufmerksamkeitsbezogene Schwierigkeiten die den Unterricht in einem herkömmlichen, textlastigen Klassenzimmer erschweren.
- Beides kann gleichzeitig auftreten bei ein und demselben Kind, weshalb eine umfassende, individuelle Beurteilung wichtiger ist als die Suche nach einer einzigen Diagnose.
Worin sie sich unterscheiden
Die deutlichste Trennlinie ist Was Jede Bedingung wirkt sich zunächst auf Folgendes aus:
- Soziale Kommunikation: von zentraler Bedeutung für Autismus, bei Legasthenie hingegen weitgehend unberücksichtigt.
- Lesen und Sprachverarbeitung: das charakteristische Merkmal der Legasthenie, nicht ein Kernmerkmal von Autismus.
- Repetitive Verhaltensweisen und Reizüberflutung: bei Autismus häufig, bei Legasthenie selten.
- Wissenschaftliche Bedeutung: Die Herausforderungen bei Legasthenie konzentrieren sich auf das Lesen und Schreiben; die Herausforderungen bei Autismus sind umfassender und betreffen die Kommunikation, Routinen und das soziale Lernen.

Früherkennung ist wichtig – für beide
Unabhängig davon, ob ein Kind Anzeichen von Autismus, Legasthenie oder beidem zeigt, gilt immer dasselbe Prinzip: Je früher eine Abweichung erkannt wird, desto wirksamer ist die Unterstützung. Eine verzögerte Sprachentwicklung, Schwierigkeiten bei der Lesevorbereitung oder starke sensorische Reaktionen sind allesamt Gründe, einen Kinderarzt oder Schulpsychologen hinzuzuziehen, anstatt einfach “abzuwarten”.”
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Wie Magrid Kinder mit Autismus, Legasthenie und anderen Lernunterschieden unterstützt
Die meisten Lernhilfen für den Mathematikunterricht in der frühen Kindheit gehen davon aus, dass alle Kinder Sprache auf dieselbe Weise lesen und verarbeiten – und genau hier bleiben Kinder mit Autismus, Legasthenie, ADHS oder Dyskalkulie auf der Strecke. Magrid wurde anders konzipiert.
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Umgang mit den Herausforderungen von Autismus und Legasthenie
Sowohl Autismus als auch Legasthenie bringen echte Herausforderungen mit sich, doch eine frühzeitige Erkennung und die richtige Unterstützung bewirken einen nachhaltigen Unterschied. Autismus wirkt sich vor allem auf die soziale Kommunikation und die sensorische Verarbeitung aus, während Legasthenie den Schwerpunkt auf das Lesen und die Sprachverarbeitung legt – und das Verständnis dieses Unterschieds ist der erste Schritt, um einem Kind die richtige Hilfe zukommen zu lassen. Mit maßgeschneiderter Unterstützung durch Eltern, Pädagogen und Fachleute sowie mit Hilfsmitteln, die auf die individuellen Lernweisen jedes einzelnen Kindes zugeschnitten sind, können Kinder mit Autismus, Legasthenie oder beidem Selbstvertrauen aufbauen und sich entfalten.